Benefizveranstaltung

Zum Thema OneNightStands habe ich bereits den einen oder anderen Beitrag geschrieben. Auf einer Stufe der Ablehnung stelle ich dabei auch häufig Freundschaft Plus fest. Weshalb aber diese Abneigung von „Friends with Benefits“? Meist hört man in den Antworten etwas von „Spielchen treiben“ oder „zu alt dafür“, die aus meiner Sicht jedoch unverständlich sind. Falls jemand der romantischen Vorstellung einer monogamen Beziehung unterliegt, kann ich es nachvollziehen. Da hört es aber schon auf. Denn für One-Night-Stands gibt es allgemeinbekannte Regeln und auch FWB hat durchaus seine Berechtigung und definierte Regeln, die somit nichts mit irgendwelchen Spielchen oder dem Alter zu tun haben.

Da wäre zum Beispiel die Situation, dass man jemand sexuell sehr attraktiv findet, den Drang verspürt, mit einer Person Sex zu haben, aber es für eine dauerhafte Partnerschaft nicht ausreicht, weil man als differente Personen nicht zusammenpasst, aus welchen Gründen auch immer. Oder einfach kein Interesse auf eine dauerhafte Beziehung hat, dennoch jemand gerne in der eigenen Nähe hat. Auch den Vorteil, keinerlei Verpflichtungen oder falsche Versprechen geben zu müssen, macht Freundschaft+ zu einer denkbaren Option.

Gemeinsam was trinken gehen, ohne dass sich die Wege im Anschluss trennen, Netflix and Chill oder auch gemeinsam kochen. Es sollte nur nicht passieren, dass daraus eine Beziehung in der Schwebe wird, ein Leben als Mingle.

Wie steht Ihr zum Thema „Friends with Benefits“?

Perdita Perado

Der weibliche Name Perdita stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „die Verlorene“ oder aus dem Griechischen „die Willkommende“, ähnlich wie der deutsche Vorname Klaus „nimm es einfach mit ohne zu bezahlen“ bedeutet. Perado hingegen bedeutet so viel wie „Eckkneipe mit Charakter, Charme und unverwechselbare Atmosphäre“. Im Zusammenhang mit dem bestimmten Artikel „Des“ (=die), ergibt es das Wort Desperado. Lässt man in dieser Wortkombination das „perado“ weg und nur das „Des“ bleibt stehen, erhält dieses Wort eine ganz andere Bedeutung: „Dreckskneipe“. Wobei das schon sehr geschmeichelt ist, denn eine Kneipe, eine richtige, besticht durch eine lange Theke als Zentrum der Gastronomie und nicht nur einem niedrigen „Schießstand“ als „Flaschenanreiche“. Das Ganze dann noch unter dem Namen „Des“ als „ehrliche Kneipe“ anzupreisen, ist eine schallende Ohrfeige.

Was als Konzept des Cutie funktioniert, kann nicht einfach 1:1 auf eine Kneipe übertragen werden. Das Cutie ist keine charakteristische Eckkneipe im ehemaligen Vier-Kneipen-Eck. Das zeigt schon die Räumlichkeit, untergebracht unter einem schmucklosen Parkhaus in Bahnhofsnähe, in den ehemaligen Räumen einer KFZ-Zulassungsstelle und nun eingerichtet mit Kantinenmobiliar der Bundeswehr, quasi das Ludwigshafen der Gastroszene. Wobei hier es klappt.

Wie kann (Wort)man(n) nur solchen Raubbau betreiben?

Perspektivwechsel

Gestern Abend spielte meine Arminia und das gegen den FC St. Pauli, ein attraktiver Gegner. Hiermit meine ich keinesfalls, dass ich Pauli in irgendeiner Weise mag, wenn ich von attraktiven Gegner spreche, dann weil es ein Traditionsclub mit großer Anhängerschaft ist, die ihre Mannschaft auch auswärts zahlreich unterstützen.

Als ich so auf dem Sofa lag, musste ich nach den beschissenen Spielen der Blauen mich wirklich aufraffen, meine Dauerkarte vom Kühlschrank zu nehmen und zur ALM zu gehen. Würde ich nicht um die Ecke, im Bielefelder Westen, wohnen, wäre meine Entscheidung höchstwahrscheinlich anders ausgefallen.

Knapp 10 Minuten nach Anpfiff, kein Warten am Einlass, kein Warten an der Bierbude, stand ich mit einem Halben auf dem Block. Seit Jahren, besser seit Jahrzehnten immer recht weit oben auf den Blöcken, Sitzplatz Block J und Stehplatz Block 2. Um die 80. Minute verließ ich den Block, aber nicht, weil Arminia mal wieder eine desaströse Nichtleistung ablieferte – wir führten sogar 1:0 – sondern ich mein Bier anderweitig loswerden musste. Für die restlichen 7 bis 8 Spielminuten lohnte es sich nicht mehr mich durch Block 2 zu zwängen, wir führten mittlerweile 2:0 durch das 2. Tor vor Serra. Die restlichen Spielminuten ging ich auf Block 4, dem unteren Teil der Südtribüne und die Atmosphäre war gleich ein andere. Nah am Spielgeschehen roch man das feuchte Gras, konnte die Spieler untereinander ihre Ansagen hören und die Perspektive auf das Spiel wirkt ganz anders, realer. Von oben sieht man halt von oben, ob Mitspieler bei einem Zuspiel besser postiert wären, der ein oder andere Spiel klug war und weitere klugscheißerische Sachen. Am Spielfeldrand sieht man die Realität, wie eng vieles wirkt, wie Ballannahmen und Abspiele auf den Spieler wirken, es wirkt alles viele lebendiger, man ist wirklich viel näher dran an dem, was Fußball wirklich ausmacht. Ich sollte demnächst wieder mehr pinkeln gehen.

Polizeigewalt

Du bist einer dieser Dullies, die angeblich unsere Freiheit in Gefahr sehen, etwas von Diktatur im Land faseln und als gesellschaftliche „Mitte“ besorgt inmitten von Rechten bei Querbrainer-Demos mitlaufen. Dann bist Du nicht „mitte, dann bist auch Du „rechts“.

Du bist ein ehrenwerter Polizist:in, der sich aber problemlos vor die Kolleg:innen stellt, wenn diese Bürger:innen zusammenprügeln, obwohl die schon wehrlos und/oder fixiert auf dem Boden liegen, das Knie im Nacken, Hals spüren, noch einen Schlag mit der Handschuhfaust in die Fresse bekommen. Dann bist auch Du ein polizeigewalttolerierender Bastard Cop.

Das macht mich so wütend. „Aber ich kenne welche, die sind nett„. Es ist die Fratze in Uniformgestalt. Oder aus der Kategorie: „Das war immer ein ganz unauffälliger Nachbar:in, ich kann mir nicht vorstellen, dass der/die ein Serienmörder sein soll.“ Sei einfach mal bei ein paar Auswärtsspielen dabei, dann merkst Du auch, wie diese Uniformierten teilweise (durch)ticken.

Sepp Blogberger

Eine alte Fußballerweisheit, die da lautet: „Nach dem #BiBloStati ist vor dem #BiBloStati.“ Oder so ähnlich. Ist aber auch egal, die Idee zum Bielefelder Bloggerstammtisch kam durch die große Anzahl Bielefelder Blogger:innen. Bloggen ist out und mit Twitter wurde dann nach und nach diese – mittlerweile Institution – ein BiTwiStati. Das Ganze brachte mich jetzt dazu, mal ganz scharf zu überlegen, wer vom #BiBloStati überhaupt gebloggt hat und/oder noch einen Blog hat, zumindest von den regelmäßigen Stammtisch-Trinker:innen.

Einfallen und somit aufgelistet werden:

Auricularis

Gräfin Änne

Lirajel

moep0r

my life’s cover

Habe ich jemand vergessen?